FAQ

Brutaler Umgang

Mitarbeitende prügeln auf Kühe ein

Die uns vorliegenden Aufnahmen aus dem Jahr 2020 stammen aus einem kleinen Milchbetrieb mit wenigen hundert Tieren in Wees bei Flensburg (Schleswig-Holstein). Der Umgang mit den Tieren ist von roher Gewalt geprägt. Die Aufnahmen zeigen außerdem verletzte und abgemagerte Kühe. Die Milch aus dem Betrieb wird für bekannte Marken wie Milram, Alete und Humana verwendet.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Flensburg

Datum der Veröffentlichung

Juni 2020

Betroffene Tierart

Rinder

Haltungsform

Milchbetrieb

Betriebsform

Konventionell, Bauer von nebenan, mittlerer Betrieb

Strafanzeige erstattet

Leider kein Einzelfall: Kühe werden für Milch misshandelt

MITARBEITENDE SCHLAGEN KÜHE IM MELKSTAND

Die Aufnahmen aus dem Betrieb zeigen, wie brutal mit Milchkühen im sogenannten Melkstand umgegangen wird. Mitarbeitende misshandeln Tiere mehrfach mit Faustschlägen oder mit einem Besenstiel. Vor allem, wenn die Kühe aus Sicht der Mitarbeitenden nicht schnell genug in den oder aus dem Melkstand gehen, wird der Umgang mit den Tieren brutal. Viele der Kühe sind zudem abgemagert oder humpeln stark, einige weisen Verletzungen auf. Es entsteht der Eindruck, dass diese Gewalt offenbar zur Normalität in dem Milchbetrieb gehört. 

 

WIR ERSTATTEN STRAFANZEIGE

Wir haben umgehend Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Betriebs bei der Staatsanwaltschaft Flensburg gestellt, diese hat bereits die Ermittlungen aufgenommen (AZ 115 Js 8282/20).

Die Milch wird laut einem Insider und nach Auskunft der Frau des Betreibers an die Firma „Deutsches Milchkontor“ (DMK) in Nordhackstedt (Schleswig-Holstein) geliefert. DMK ist der größte Milcherzeuger Deutschlands mit bekannten Marken wie Milram, Humana und Alete. DMK hat uns schriftlich bestätigt, dass sie von dem betroffenen Betrieb Milch beziehen. Dabei wirbt das Unternehmen mit einer artgerechten und kleinbäuerlichen Tierhaltung. Die Realität hat mit dieser Werbeidylle jedoch nichts zu tun. 

TIERQUÄLEREI FÜR MILCHPRODUKTE IST KEIN EINZELFALL

Immer wieder dokumentieren Tierrechtsorganisationen und Undercover-Teams, wie Mitarbeitende Kühe in der Milchindustrie schlagen und misshandeln. Und immer wieder sprechen die Agrarindustrie und ihre Lobby von einem „bedauerlichen Einzelfall“. Dabei sind die dokumentierten Zustände der ganz normale Alltag, eben auch in kleinen Betrieben. Um das deutlich zu machen, haben wir gemeinsam mit weiteren Tierrechtsorganisationen die Karte der Tierquälerei erstellt. Sie ist eine Sammlung aller Tierschutz-Skandale in allen Haltungsformen der sog. Nutztierhaltung, die durch eine der Organisationen aufgedeckt wurden.

ALTERNATIVEN ZU TIERQUÄLEREI

Wer Milch trinkt und andere Molkereiprodukte wie Käse oder Joghurt isst, muss sich bewusst machen, dass durch dieses Kaufverhalten auch Tierquälerei unterstützt.  Doch Du kannst Dich mit dafür einsetzen, dass diese Ausbeutung und Misshandlung von Milchkühen beendet wird: Probiere es vegan! 

Diese Aufdeckung wurde im Juni 2020 vom Deutschen Tierschutzbüro e.V. veröffentlicht. Die Tierrechtsorganisation wurde am 22.11.2023 in ANINOVA e.V. umbenannt, die Aufdeckung wurde nach einer Anpassung (Name der Organisation & Text) am „14. November 2023“ auf dieser Webseite veröffentlicht. Es wird klargestellt, dass sich der Inhalt und der Stand der Aufdeckungen auf die Erstveröffentlichung vom Juni 2020 bezieht. Mögliche und uns bekannte Neuigkeiten wurden unter „Updates“ eingestellt.

Updates

Strafanzeige eingestellt

Gegen die Zahlung einer Geldauflage von 1.000 Euro ist die Strafanzeige gegen den Verantwortlichen eingestellt worden. Wir haben zwar auf eine härtere Strafe gehofft, sind aber zufrieden, dass es überhaupt zu einer Geldauflage kam. Die meisten Strafanzeigen aus dem Bereich der Massentierhaltung werden ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen eingestellt.

  • 01/11/2020

    Strafanzeige eingestellt

    Gegen die Zahlung einer Geldauflage von 1.000 Euro ist die Strafanzeige gegen den Verantwortlichen eingestellt worden. Wir haben zwar auf eine härtere Strafe gehofft, sind aber zufrieden, dass es überhaupt zu einer Geldauflage kam. Die meisten Strafanzeigen aus dem Bereich der Massentierhaltung werden ohne Konsequenzen für die Verantwortlichen eingestellt.


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