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FAQ

Kehlschnitt ohne Betäubung

Schweine erleiden qualvollen Tod

In einem niedersächsischen Schlachthof wurden Schweine mit Elektroschockern gequält – bis zu 40 mal. Auch im Schlachtprozess kommt es zu Fehlverhalten. Versteckte Kameras dokumentieren, dass mehrere Schweine sich nach dem Kehlschnitt noch bewegen. Dieses Anzeichen von Bewusstsein darf aus rechtlicher Sicht auf keinen Fall auftreten.

Niedersachsen

Hannover

November 2018

Schweine

Schlachthof

Konventionell, Biohaltung

Trotz Videoüberwachung

Tierquälerei im Schlachthof Laatzen

 

QUÄLEREIEN MIT ELEKTROSCHOCKERN

Wir veröffentlichten die Aufnahmen aus dem niedersächsischen Schlachthof der Leine-Fleisch GmbH in Laatzen im Winter 2018. Die Aufnahmen entstanden durch versteckte Kameras, die den Betrieb über mehrere Tage hinweg filmten.

Die Aufnahmen zeigen Mitarbeitende, die Schweine mit Elektroschockern vorantreiben. Die Geräte versetzen dem Tier einen schmerzhaften Stromschlag. Der Einsatz ist rechtlich klar geregelt und nur begrenzt erlaubt. Der Einsatz im Schlachthof Laatzen sieht jedoch anders aus: Bis zu 40 Mal quälen Mitarbeitende einzelne Tiere mit einem solchen Gerät. Einige Schweine schreien vor Schmerz.

Im eigentlichen Schlachtprozess fallen immer wieder Tiere vom Haken. Durch solche Haken werden die Schweine aufgehängt, um sie so weiterverarbeiten zu können. Auch die Betäubung ist fehlerhaft: Immer wieder sind Schweine zu sehen, die nach dem Kehlschnitt noch Anzeichen von Bewusstsein zeigen. Dabei darf der todbringende Kehlschnitt nur erfolgen, wenn das Tier betäubt ist. Ansonsten erlebt das Tier mit, wie es immer mehr Blut verliert.

SCHLACHTHOF HAT EINE VIDEOÜBERWACHUNG

All diese Verfehlungen hätten auffallen können, insbesondere weil es zum Zeitpunkt der Aufnahmen Videokameras gab, die der Überwachung dienen. Diese Maßnahme konnte die massive Tierquälerei jedoch nicht verhindern. Genau aus diesem Grund stehen wir der Forderung nach staatlicher Videoüberwachung in Schlachthöfen skeptisch gegenüber. Wenn niemand das Material sichtet oder Verantwortliche über Fehlverhalten hinwegsehen, reduziert diese Maßnahme kein Tierleid.

Disclaimer:

Diese Aufdeckung wurde im „November 2018“ vom Deutschen Tierschutzbüro e.V. veröffentlicht. Die Tierrechtsorganisation wurde am 22.11.2023 in ANINOVA e.V. umbenannt, die Aufdeckung wurde nach einer Anpassung (Name der Organisation & Text) am 14. November 2023 auf dieser Webseite veröffentlicht. Es wird klargestellt, dass sich der Inhalt und der Stand der Aufdeckungen auf die Erstveröffentlichung vom „November 2018“ bezieht. Mögliche und uns bekannte Neuigkeiten wurden unter „Updates“ eingestellt.

Was ist neu?

Updates zu dieser Aufdeckung

Verfahren eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat im Sommer 2020, nach zweieinhalb Jahren der Ermittlungen, das Verfahren gegen die Verantwortlichen eingestellt. Der Tatbestand der Tierquälerei sei nicht erfüllt. Es seien keine länger anhaltenden Leiden und Schmerzen auf dem Videomaterial erkennbar gewesen. Wir sind empört über diese Einschätzung. Aus unserer Sicht sind klare Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu erkennen. Leider ist es uns nicht möglich, gegen die Einstellung vorzugehen.

  • 01/07/2022

    Verfahren eingestellt

    Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat im Sommer 2020, nach zweieinhalb Jahren der Ermittlungen, das Verfahren gegen die Verantwortlichen eingestellt. Der Tatbestand der Tierquälerei sei nicht erfüllt. Es seien keine länger anhaltenden Leiden und Schmerzen auf dem Videomaterial erkennbar gewesen. Wir sind empört über diese Einschätzung. Aus unserer Sicht sind klare Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu erkennen. Leider ist es uns nicht möglich, gegen die Einstellung vorzugehen.


NUR EIN EINZELFALL?

Bedauerlicherweise nicht.  Wir haben zusammen mit anderen Tierrechtsorganisationen (Soko Tierschutz, Animal Rights Watch, tierretter.de) ein einzigartiges Projekt gestartet: die Karte der Tierquälerei. Auf der Website tierschutz-skandale.de kannst Du alle Enthüllungen von vier Organisationen einsehen. In den Jahren 2016-2023 wurden bereits über 160 Tierschutz-Skandale dokumentiert. Die interaktive Karte zeigt die betroffenen Landkreise in Deutschland und bietet weitere Details zu jedem Fall.

Sieh Dir jetzt die Karte der Tierquälerei an! 

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Oldenburg

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