FAQ

Tierschutz-Skandale

Karte zeigt Fälle von Tierquälerei

Gemeinsam mit den Tierrechtsorganisationen Soko Tierschutz, Animal Rights Watch und tierretter.de haben wir im Jahr 2023 ein europaweit einzigartiges Projekt ins Leben gerufen: Die Karte der Tierquälerei. Unter www.tierschutz-skandale.de kannst Du sämtliche Aufdeckungen der vier Organisationen einsehen. 

13/06/2023

Europaweit einzigartiges Projekt

Datenbank: Tierschutz-Skandale sind keine Einzelfälle

 

TIERSCHUTZ-SKANDALE IN EUROPA

Bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung umfasste die Datenbank 163 Tierschutz-Skandale aus den Jahren 2016 bis 2023. Im Mittelpunkt der Tierquälerei-Datenbank steht eine Deutschlandkarte mit Markierungen in den Landkreisen, in denen die beteiligten Tierrechtsorganisationen Tierschutzverstöße aufgedeckt haben. Zu jedem Fall sind weitere Informationen aufrufbar. Durch ein Suchfeld kannst Du gezielt nach Verstößen suchen. Statistiken bieten weitere Informationen zu den Tierschutz-Skandalen.

 

KEINE „BEDAUERLICHEN EINZELFÄLLE“

Die Datenbank der Tierquälerei wird seit der Veröffentlichung immer weiter mit neuen Aufdeckungen vervollständigt und bietet so einen umfassenden Überblick über Tierschutz-Skandale in Massentierhaltungen in Deutschland. Das Projekt macht damit auch deutlich, dass es sich bei Tierschutzverstößen nicht um „bedauerliche Einzelfälle“  handelt – so, wie Politik und Lobby oft behaupten. In allen Bundesländern und in allen Haltungsformen kommt es immer wieder zu Skandalen. Tierquälerei ist Teil des Systems Massentierhaltung. Leid und Schmerzen sind Alltag für viele Tiere in Zucht-, Mast- und Schlachtbetrieben.

STAATLICHE KONTROLLINSTANZEN VERSAGEN

Die in der Datenbank gesammelten Tierschutz-Skandale basieren auf Aufdeckungen der jeweiligen Tierrechtsorganisationen. Den zuständigen Behörden waren die dokumentierten Missstände im Vorfeld nicht bekannt und sie wurden erst durch die Organisationen darauf aufmerksam gemacht. Kein Wunder: Laut Angaben der Bundesregierung kontrollieren Veterinärämter einen Mastbetrieb in Deutschland durchschnittlich alle 17 Jahre. In den Bundesländern, in denen die meisten sogenannten Nutztiere gehalten werden, sogar noch seltener. So findet eine Kontrolle eines Mastbetriebs in Niedersachsen beispielsweise durchschnittlich alle 21 Jahre und in Bayern alle 49 Jahre statt. Dabei kündigt das Veterinäramt Kontrollen in der Regel vorher telefonisch an.

Dass bei angekündigten Kontrollen durch das Veterinäramt nur selten Tierschutzverstöße und Straftaten dokumentiert werden, ist klar. Deshalb sind Aufdeckungen wie die von Soko Tierschutz, Animal Rights Watch, tierretter.de und ANINOVA so wichtig.

 

KEINE KONSEQUENZEN FÜR TIERQUÄLEREI

Immer wieder filmen Undercover-Teams Verstöße gegen Gesetze und sogar Straftaten, die sie dann, gemeinsam mit den Organisationen, auch zur Anzeige bringen. Allerdings werden in den seltensten Fällen die Verantwortlichen vor Gericht gestellt oder Straftaten geahndet. So zeigt die Datensammlung der Tierrechtsorganisationen, dass es bei den 163 dokumentierten Fällen nur in 24 Fällen zu einer Verurteilung nach einem Gerichtsverfahren kam. In den meisten Fällen mussten die Verantwortlichen lediglich eine Geldstrafe zahlen. Nur in drei Fällen wurden Haftstrafen auf Bewährung ausgesprochen, das sind gerade einmal 2 % der 163 Fälle. Zu einem Tierhalteverbot bzw. Tierbetreuungsverbot kam es nur in fünf Fällen, das sind 3 % (von 163 Fällen).

Zur Datenbank der Tierschutz-Skandale

Am 13.06.2023 berichtete ARD Fakt über das neue Projekt. Hier findest Du den Link zum Beitrag in der Mediathek.

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