Gemeinsam mit den bekannten Tierschützer*innen Malte Zierden und Phia Quantius hat ANINOVA Pelzfarmen in Finnland dokumentiert. Heimlich erstelltes Bildmaterial und erschütternde Drohnenaufnahmen zeigen das immense Leid von Füchsen und Marderhunden. Die Aufdeckung macht unmissverständlich klar: Pelz ist immer mit Tierquälerei verbunden – auch dann, wenn er „zertifiziert“ ist.
Finnland
01/02/2026
Füchse, Marderhunde
Pelzfarm
Tierwohl
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In einer nächtlichen Aktion reiste ein Rechercheteam von ANINOVA gemeinsam mit Malte Zierden und Phia Quantius nach Ostrobothnia, dem Zentrum der finnischen Pelzindustrie. Bereits in der ersten Nacht betraten sie heimlich eine Pelzfarm – bei eisiger Kälte und unter hohem Risiko. Was sie dort sahen, erschüttert zutiefst: Füchse und Marderhunde, eingesperrt in winzigen Drahtkäfigen, ohne festen Boden unter den Pfoten, ohne Rückzugsmöglichkeiten, ohne jedes natürliche Verhalten.
„An diesem Ort bleibt kein Raum mehr für Hoffnung. Ich sah dort unzählige wehrlose Seelen in engen Käfigen. In ihren Augen lag nur noch Schmerz. Diese Blicke werden mich für immer begleiten. Wer das gesehen hat, weiß: Wegsehen darf keine Option mehr sein.“ – Malte Zierden
Besonders zynisch: Die dokumentierte Farm war Saga-Furs-zertifiziert. Saga Furs wirbt mit Tierwohl-Labels und vermeintlich hohen Tierschutzstandards. Doch die Realität zeigt verletzte Tiere, apathisches Verhalten, stereotype Bewegungen und extrem überzüchtete „Monsterfüchse“. Diese Bilder entlarven industrieeigene Zertifizierungen als das, was sie sind: Greenwashing. Käfighaltung von Wildtieren bleibt Tierquälerei – egal mit welchem Siegel.
Am nächsten Tag dokumentierte das Team um Malte und Phia weitere Anlagen sowie eine komplette sogenannte „Pelzstadt“. Drohnenaufnahmen zeigen kilometerweite Reihen von Käfigen. Die Dimensionen sind erschreckend: Hier geht es um Massenproduktion auf Kosten fühlender Lebewesen. Finnland gehört zu den größten Pelzproduzenten Europas. Hunderttausende Fuchs- und Nerzpelze werden jedes Jahr für den internationalen Markt hergestellt.
Viele Menschen tragen Pelz, ohne es zu wissen. Echtpelz wird häufig falsch gekennzeichnet und als Kunstpelz verkauft – besonders bei Bommelmützen, Jackenbesätzen oder Schuhen. Doch auch Kunstpelz hält den Look von Pelz gesellschaftlich akzeptiert und befeuert die Nachfrage. Solange Pelz ein Trend bleibt, leiden Tiere weiter.
„Ich war als Model selbst Teil der Modebranche. Jetzt habe ich gesehen, was sie anrichtet. Tiere zahlen mit ihrem Leben für einen Lifestyle, den kein Mensch braucht. Wer Pelz heute noch verteidigt, entscheidet sich bewusst für Schmerz und Tod. Kein Trend rechtfertigt dieses Leid.“ – Phia Quantius
Die EU prüft derzeit die Bürgerinitiative „Fur Free Europe“, die ein europaweites Pelzfarmverbot sowie Handels- und Importverbot fordert. Der bislang größte Pelzproduzent Europas, Polen, ist Ende 2025 bereits mit gutem Beispiel vorangegangen.
Gemeinsam mit Malte Zierden und Phia Quantius fordern wir: Kauf keinen Pelz – weder Echtpelz noch Kunstpelz. Nur wenn wir Pelz vollständig aus Mode und Alltag verbannen, können wir diese grausame Form der Tierausbeutung beenden. Entscheide dich für Mitgefühl. Entscheide dich gegen Pelz.
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