Verstörende Aufnahmen aus einem Geflügelschlachthof in Seddiner See (Landkreis Potsdam-Mittelmark) zeigen massive Tierquälerei an Gänsen und Enten. Das Fleisch der Tiere wird unter der bekannten Marke Dithmarscher Geflügel bundesweit bei Rewe, EDEKA, Globus, Metro und Kaufland verkauft und wirbt mit hohen Tierschutzstandards. Wir haben Strafanzeige erstattet.
Potsdam-Mittelmark
16/12/2025
Gänse, Enten
Schlachthof
Konventionell
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Die uns vorliegenden Aufnahmen sind zwischen dem 8. November und dem 5. Dezember 2025 entstanden und zeigen über 100 Übergriffe – Tendenz steigend, das Bildmaterial ist noch nicht vollständig ausgewertet. Die Gewalt geht von mehreren Mitarbeitenden aus und wiederholt sich an unterschiedlichen Tagen. Ein deutlicher Hinweis auf strukturelle Missstände.
Die Aufnahmen zeigen, wie Transportboxen mit lebenden Tieren achtlos auf den Boden geworfen werden. Mitarbeitende ziehen Gänse ruckartig an den Hälsen aus den Boxen. Sie schlagen die Tiere mit der Hand oder Faust. Mehrfach werden Gänse gewürgt.
Besonders verstörend: In einer Szene reißt ein Mitarbeiter offenbar aus purer Belustigung Federn aus lebenden Gänsen. Viele Tiere müssen das Leiden ihrer Artgenossen hilflos mit ansehen – ein zusätzlicher Stressfaktor, der ihre Panik enorm verstärkt.
Mehrfach stillstehende Förderbänder lassen Gänse minutenlang kopfüber hängen. Diese Situation verursacht massives, vermeidbares Leiden. Auf dem Förderband bleiben die Tiere immer wieder an einem Vorhang hängen. Beim anschließenden Kehlschnitt bluten die Tiere langsam aus.
Diese Szenen passen in ein bekanntes Muster: Seit Jahren offenbaren wir ähnliche Zustände in Schlachthöfen bundesweit – zuletzt in dem mittlerweile geschlossenen Luna-Schlachthof für ausgediente Legehennen in Bayern.
Wir haben das zuständige Veterinäramt sowie das Landwirtschaftsministerium informiert und Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Potsdam gestellt. Für uns ist klar: Der Tatbestand der Tierquälerei ist erfüllt.
Diese Aufdeckung führt eindrücklich vor Augen, wie viel Leid hinter traditionellem Gänse- und Entenbraten steckt. Wir rufen alle Menschen dazu auf, in der Weihnachtszeit bewusst tierfreundliche Alternativen zu wählen und auf Gänse- oder Entenbraten zu verzichten.
Jede Entscheidung für pflanzliche Gerichte sendet ein starkes Zeichen für Mitgefühl und gegen Tierquälerei.
Trotz der vorliegenden Hinweise und des umfangreichen Bildmaterials hat das zuständige Veterinäramt Potsdam Mittelmark bislang keine Betriebsschließung angeordnet. Der Schlachtbetrieb ist weiterhin in Betrieb.
Nach Bekanntwerden der aktuellen Vorwürfe hat die Bünting-Gruppe gegenüber ANINOVA bestätigt, die Zusammenarbeit mit dem betroffenen Schlachthof beendet zu haben. Zudem teilte der Bundesverband Tierschutz mit, dass die bislang bestehende Zertifizierung ausgesetzt wurde. Beide Schritte erfolgen als Reaktion auf das vorliegende Bildmaterial und die daraus resultierenden Hinweise auf gravierende Verstöße.
Trotz der vorliegenden Hinweise und des umfangreichen Bildmaterials hat das zuständige Veterinäramt Potsdam Mittelmark bislang keine Betriebsschließung angeordnet. Der Schlachtbetrieb ist weiterhin in Betrieb.
Nach Bekanntwerden der aktuellen Vorwürfe hat die Bünting-Gruppe gegenüber ANINOVA bestätigt, die Zusammenarbeit mit dem betroffenen Schlachthof beendet zu haben. Zudem teilte der Bundesverband Tierschutz mit, dass die bislang bestehende Zertifizierung ausgesetzt wurde. Beide Schritte erfolgen als Reaktion auf das vorliegende Bildmaterial und die daraus resultierenden Hinweise auf gravierende Verstöße.
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