FAQ

Pelz aus Finnland

Tierwohl und Qualität?

Pelz aus Finnland steht vermeintlich für Qualität. Viele Luxuslabel werben damit, dass ihre Pelzprodukte aus “verantwortungsbewussten Farmen” mit “hohen Tierschutzstandards” kämen. Zum ersten Mal ist ein Undercover-Team von ANINOVA nach Finnland gereist, um sich zwei Farmen vor Ort genauer anzuschauen. Eine dieser Farmen ist von Saga Furs zertifiziert. Die Zustände: katastrophal und weit entfernt von dem versprochenen “Tierwohl”.

(Ausland) Finnland

Finnland

Februar 2024

Füchse, Marderhunde

Pelzfarm

Käfighaltung, Tierwohl

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UNDERCOVER IN FINNLAND

HINTER DEN KULISSEN DER PELZINDUSTRIE

Bisher gelang es nicht vielen ausländischen Aktivist*innen die Zustände in finnischen Pelzfarmen zu dokumentieren. Wir haben es versucht und waren erfolgreich. Ein Einsatz, der nicht ganz ungefährlich war: Die Pelzindustrie in Finnland gilt als besonders aggressiv. Immer wieder wurden Tierschützer*innen in der Vergangenheit versucht einzuschüchtern, auch unter Androhung von Waffengewalt. Dank guter Vorbereitung ist es uns gelungen, das zu dokumentieren, was die Pelzindustrie so verzweifelt zu verheimlichen versucht. 

 

“TIERWOHL”-FARM: VON SAGA FURS ZERTIFIZIERT

Finnischer Pelz gilt als qualitativ besonders hochwertig. Viele Luxuslabel wie Fendi, Max Mara und Woolrich werben damit, dass sie ihre Echtfelle aus Farmen in Finnland beziehen. Den Tieren soll es dort besser gehen, als auf anderen Farmen anderswo in Europa und dem Rest der Welt. Als besonderes Tierschutz-Kriterium gilt dabei die Zertifizierung durch Saga Furs. Auf der Webseite rühmt sich Saga Furs für seinen “Verantwortungsbewussten Pelz, Tierwohl und Tiergesundheit”.

 

Dem Undercover-Team von ANINOVA ist es gelungen, in einer solchen von Saga Furs zertifizierten Farm zu filmen. Saga Furs präsentiert diese Art der Pelztierhaltung als besonders “artgerecht”, mit Beschäftigungsmaterial und mehr Platz für die Füchse und Marderhunde. Die grausame Realität: Die Tiere leben auch dort eingepfercht in engen Käfigen. Die harten Gitterböden drücken sich in die empfindlichen Pfoten der Tiere. Auslauf gibt es dort nicht. Die Tiere verbringen ihr ganzes Leben in den Käfigen. Das “Beschäftigungsmaterial” entpuppt sich als ein kleines Holzstück. Mehr Platz haben die Tiere dort auch nicht. Stattdessen gibt es in den Käfigen einfach eine zusätzliche Ebene. Das als besonders artgerecht darzustellen ist blanker Hohn. 

“MONSTERFÜCHSE”: FÜR MEHR HAUT UND FELL

Und auch in einer anderen Farm, die sich das Undercover-Team von ANINOVA angeschaut hat, sieht es nicht besser aus. Hier setzen die Farmer*innen sogar noch einen drauf: Extreme Qualzuchten für noch mehr Haut und Fell. Mit der speziellen Züchtung wird der maximale Profit aus jedem einzelnen Tier rausgequetscht. Für die Tiere bedeutet das massive Qualen. Sogenannte Monsterfüchse leiden oft an Augenentzündungen und starkem Übergewicht, was zu schmerzhaften Gelenkentzündungen führen kann.

Eine artgerechte Haltung von “Pelztieren” gibt es nicht. All diese Tiere werden in Käfigen gehalten, obwohl es sich bei Füchsen, Marderhunden, Nerzen, Nutrias usw. um Wildtiere mit einem großen Bewegungsdrang handelt. Seit Jahrzehnten kämpfen Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen deshalb dafür, dass keine Tiere mehr für die Pelzindustrie gehalten werden und kein Echtpelz mehr getragen wird. In Deutschland gibt es seit Jahren keine Pelzfarmen mehr und das ist auch gut so. Auf EU-Ebene wird gerade über ein Farm- und Handelsverbot von Pelzen diskutiert. 

 

Bitte teile das Video, bis der letzte Käfig leer ist – in Finnland, in Polen und dem Rest der Welt!

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